Nagelfluh von Ost nach West

 

Eine Lauf über die Nagelfluhkette am 10.7 2010

 

Heute stand für mich ein langer Lauf auf dem Programm,den ich aber nicht im Tale machen wollte,sondern ,um der herrschenden grossen Hitze zu entgehen ,hatte ich mir den Nagelfluhgrat ausgesucht.

Schon um 8 Uhr brach ich laufend auf,wie so häufig bei meinen Bergläufen , begannen die Steigungen hinter dem Immenstädter Friedhof.

 

Schnell war die Hölzerne Kapelle erreicht,weiter ging`s über die Mittelstation der Mittagbahn ,die Schwandenalpe in 1250 Metern Höhe glänzte im Morgenlicht mit schönstem Blumenschmuck



 

 

Weiter fürhrte mich der Weg auf den Mittaggipfel ( 1454) ,den ich nach 45 Minuten bequem erreichte und der mir einen phantastischen Ausblick auf die Allgäuer Paradeberge wie Trettachspitze,Mädelegabel und Biberkopf gestattete.

 

Nun folgte ein kurzes Teilstück hinüber zum  Bärenkopf ,auf dem eine Hinweistafel daran erinnert,dass hier an dieser Stelle der letzte freilebende Bär im Jahre 1764 erlegt wurde.




 

 

Nun ging es recht steil und teils drahtseilversichert weiter auf den Steineberg( knapp 1700m),der sich mit seiner imposanten Leiter und steilsten Nagelflugesteinwänden im hellsten Sonnenschein zeigt.

Hier sollte man mindestens ein guter Feuerwehrmann sein,um dieses Hindernis zu überwinden.....

 

Der Nagelfluhkamm wurde nun von mir weiter belaufen richtung Stuiben (1750 m), für nicht allzu trittfeste Zeitgenossen  zudem immer wieder drahtseilentschärft.

Auf dem Stuiben gab`s eine Gipfelkonferenz der besonderen Art




 

Mein Laufparcour führte mich weiter auf den kleinen Gipfel des Sedererstuiben .

Nach dessen " Mitnahme" lief ich noch auf den Buralpkopf,mit 1830 Metern  die höchste Erhebung des gesamten Trails.

Nun wurde die Hitze auch in dieser Höhe immer spürbarer und leistungsmindernder,ich kehrte um und lief über die Gundalpe und Mittelbergalpe nach Immenstadt zurück,das ich nach 3,5 Stunden Laufzeit erreichte.

Ich war ganz schön geschlaucht ,die Wärme und die schwer zu belaufende Strecke verlangten viel Konzentration und Ausdauer.

 

Aber ich war froh,jetzt hatte ich eine schöne Einheit für den Kölnmarathon im "Gepäck",und was will man denn mehr....?!




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Ein Lauftag im November

 Ein Berg ist nicht menschlich,aber wir stammen von ihm ab.

 

Es sollte ein Lauf werden,der mich wieder mal in die Berge bringen sollte.Lange war es her,als ich zuletzt einen Berglauf machte.Für mich wurde es also Zeit,wieder steileres Terrain unter die Lauffüsse zu bekommen.

Mein Ziel war der Mittag (1451m)  und sein südlicher Nachbar,der Bärenkopf (1463m).

Allzu oft schon war der Start am Immenstädter Friedhof für mich bei solchen Exkursionen .So war es auch heute wieder.

Es  ging durch das untere Steigbachtal aufwärts zur Hölzernen Kapelle,die ich unter Dampf in acht Minuten erreichte.

Der Tag,bzw. der Morgen war grau,es war ein sog. typischer Novembertag,ein Tag,der hier im Allgäu jedoch nicht so häufig vorkommt wie vielleicht anderswo,in tieferen Regionen,wo sich leichter Nebel ausbreiten kann und so ungehindert auf`s Gemüt prasselt.

Heute ,dieser Tag ,hatte jedoch auch hier im Oberallgäu Novembercharakter,nachdem es viele Tage zuvor der Sonne mühelos möglich war,das bergige Land zu bescheinen.

Durch fahle Hänge,deren Grün abgenutzt war ,lief ich recht schwerfällig hinauf zur Schwandenalpe und zur Mittagschulter,die ich nach 33 Minuten erreichte.




Hier begann der Sonnenhang,der letzte Aufschwung der mich dann zum Mittaggipfel führte,den ich in 38 Minuten erreichte.

Ich atmete tief,kam nie in meinen Rhythmus  ,der mich so manches mal hier herauf fliegen lassen hat,es war mir heute so klar,dass ich draussen bin aus dem Berglaufgeschäft,an diesem tristen Novembertag.

Es geht hier nicht um einen 10er,den du so zwischen Bohrwerk und Pause jederzeit und mühelos aus den Sohlen treten kannst.Es geht hier um einen Berg,der laufend erreicht wird.Und ein Berg toleriert halt leider keine 30 Kilometerwochenumfänge,um ihm mühelos auf`s stolze Haupt zu laufen.Ein Berg ist was Besonderes,etwas für das du fit sein musst,und etwas, dem man absoluten Respekt gegenüberstellen sollte.

Der Berg erinnert dich daran,woher du kommst,was du gerade machst und wo du hingehen wirst.

Ein Berg ist mehr als nur ein Berg;ein Berg ist eine Charakterschule,die keine  Halbheiten duldet.

Auch deshalb liebe ich die Berge,nicht zuletzt darum kam ich vor Jahrzehnten hier her,hier,wo es so viele von diesen Bergen gibt.




Schnell lief ich herüber zum Bärenköpfle,das nur einen Katzensprung entfernt ist vom Mittag .

Auch hier konnte ich ,ungestört von Schnee und  sonstigen Unannehmlichkeiten ,meinen Lauf ungehindert fortsetzen.Normalerweise liegt hier um diese Jahreszeit der Schnee halbmeterhoch .

Auch am Gipfel des Köpfchens gab es kaum Sicht,heute war halt kein optimaler Bergtag,aber es war ein Tag im November,in dem ich auf zwei Berge lief.


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Die Hörnertour


Und wieder einmal war es am 21.6.2008 soweit,ich "musste" mal wieder auf die Berge;dieses Mal handelte es sich um das Immenstädter Horn (1490m) und das Gschwender Horn (1450 m),die von meinen Laufschuhen "bearbeitet" wurden.

Vom Immenstädter Gottesacker ging es ,wie schon so oft,sehr steil aufwärts,an der Hölzernen Kapelle vorbei und auf die Alpe Wilde Gund,die gerade im Morgenlicht wach wurde

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über steile Anstiege und Hänge erreichte ich nach ca. 50 Minuten das Immenstädter Horn,welches mir gestattete ,durch z.B. einen imposanten Tiefblick auf den Alpsee ,auf sich und die umliegende Gegend zu blicken

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nach kurzem Fotoshooting ging`s vorbei an der kleinen Unterstandshütte auf dem Gipfel,in der sich ein jüngeres Pärchen mit Schlafsäcken und morgendlichem Lagerfeuer häuslich niedergelassen hatte,und sich jetzt den Schlaf aus den Augen guckte ,als ich an ihnen vorbei lief,hinab zur Alpe Alp

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dabei kam es immer wieder zu Begegnungen mit meinen Fans hier oben,die sehr aufmerksam und mit Respekt mein morgendliches sportives Tuen verfolgten

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der "Zieleinlauf" zur Alpe Alp (1320 m)

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aber hier zeigte man wenig Interesse an meinen sportlichen Leistungen ,mürrisch lief ich deshalb weiter zum Kemptener Naturfreundehaus

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das Kemptener Naturfreundehaus auf 1440 Metern passiere ich nach steilem Anstieg.Es frohlockt mit bayerischer Schrammelmusik ,die durch Aussenlautsprecher auf meinen Laufparcours gerichtet ist und mich voll trifft.
Ich denke nur eins: Schnell weg,denn es wartet das Gschwender Horn

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der Gipfel des Gschwender Horns ist von hier schnell erreicht und wieder werde ich mit einem einzigartigen Tiefblick auf den Alpsee für meine Mühen belohnt

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nun heisst es Abschiednehmen,ich rase herunterwärts vorbei an Stuiben und Rindalphorn,zwei typische Allgäuer Gesellen in der Nagelfluhkette.Im hinteren linken Vordergrund ist die Mittelbergalpe zu erkennen.

Nach genau zwei Stunden Laufzeit hat mich Immenstadt wieder und ich rollere heim.

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Der Wächter des Allgäu


Berglauf auf den Grünten am 12.5.2008

Zwei Wochen nach meinem Marathon in Hamburg lockte mich schönstes Pfingstwetter mit einzigartiger Klarheit am Morgen des 12.5. vor`s Haus.
Ich bestieg meinen Roller und rollte nach Burgberg,dem Ausgangspunkt meines geplanten Berglaufes auf den Grünten(1738 Meter ü. n.N.)

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vorbei ging es durch sattgelbgrüne Matten und die Berge des Allgäuer Hauptkammes zeigten sich noch im prächtigen Weiss

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wer auch immer sich hat sowas einfallen lassen,hier hat er ganze Arbeit geleistet,im Circus Maximus der Natur

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In Burgberg angekommen, entledigte ich mich meiner "Motorradkleidung" und zeigte mich in entsprechender ,nun angepasster kurzer Läuferkleidung,obwohl es heute morgen noch empfindlich kalt war.
Schnell gewann ich Höhe und hatte immer wieder einen überwältigenden Blick auf Sonthofen , Immenstadt und die Allgäuer "Eisriesen"

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da der weg recht steil ist ,muss ich so manches Mal auch nach unten schauen,um die entsprechenden Tritte zu finden,die mich rasch nach oben bringen sollen-dabei sehe ich auch das hier

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Immenstadt aus 1400 Metern Seehöhe präsentiert sich mit Alpsee,dem Immenstädter Horn und seiner grossen Narbe,einem Bergrutsch,der nicht zum Stillstand kommen will

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bei 1500 Metern Seehöhe erreiche ich die Schneegrenze und zum Dank für die Mühen wird mir dieses Panorama angeboten: zu erkennen sind Trettachspitze,Mädelegabel,Linkerskopf und Biberkopf;allesamt Allgäuer Paradeberge der Spitzenklasse

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Ich nähere mich dem Grüntenhaus über Schnee und weichen,schlammigen,von Schmelzwasser überronnenen Böden.......

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....schnell und ausgelassen springe ich die Böden um das Grüntenhaus hinauf,die zum Teil durchtränkt mit Schmelzwasser sind,freue mich darüber,dass ich nach einer 3/4 Stunde schon soviel Höhe "gemacht" habe und dann macht`s : Tssummmmmmm!!!
Für den Bruchteil einer Sekunde fliege ich waagerecht durch die Luft,verliere jedoch sehr schnell diese doch eher geringe Flughöhe wieder und bleibe durch den danach folgenden Bodenkontakt mit einem Ellenbogen ganz im Morast stecken.
Nach einer problemlosen Befreiungsaktion ,die meinen Ellenbogen wieder ans Licht bringt,obwohl dieser jetzt  ein überaus schmutziges Bild hier oben hinterlässt,geht es weiter Richtung Gipfelzone des Grünten.

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eisgekühlt und freigeschaufelt: das stille Örtchen des Grüntenhauses.

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nach knapp einer Stunde Laufzeit (incl. Fotoshooting) stehe ich am Gipfel des Grünten (1738m),dem Wächter des Allgäu -für knapp tausend Höhenmeter ist die Zeit das,was ich von ihr und mir erwartete,nun stelle ich aber dort oben mit Hilfe einer Hinweistafel fest,das hier alles um mich herum gar nicht mal so ungefährlich ist.
Tja,so sind die Berge nun mal-und wer das nicht weiss,gehört da nicht hinein

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eigentlich gehört ja sowas auch nicht auf die Berge,aber hier macht man gerne eine Ausnahme,denn auf dem Grünten befindet sich die Sendeanlage des Bayrischen Rundfunks;und der muss ja nun mal sein,wenn er zum Beispiel den letzten Sieg des FC Bayern  informierend in die Welt senden muss.

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auch auf Immenstadt sind die stählernen Riesenohren aus besagten Gründen gerichtet

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es wird Zeit wieder den Rückzug anzulaufen,dabei grüsst die Stuhlwand im Vordergrund,sowie weiter hinten der Widderstein und der Hohe Ifen herüber

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Holla,das Berglaufleben ist schön!
Ich rase durch die schlüpfrigen und jetzt auch teils heiklen Hänge durch den Schnee und muss immer wieder um mich schlagen,um  das Gleichgewicht nicht zu verlieren

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ciao Grüntenhaus,bis demnächst mal wieder

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zwischendurch schaue ich kurz an mir herunter und denke bei diesem Anblick nur:was bist du doch nur wieder für ein Bergschwein! Aber so ist das halt,wenn man sich am Berg suhlt......

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Ich rollerte nach Immenstadt zurück,wo ich schon von Stuiben und Steineberg "erwartet" wurde.Und sie flüsterten mir wohl zu:Bald sind wir aber wieder dran!!!!!